Bayer 04 Leverkusen setzt sich in der Europa League gegen Qarabag Agdam durch. Angreifer Patrik Schick rettet die Werkself in letzter Sekunde mit seinen Treffern.
Es war ein Abend, den in Leverkusen wohl niemand so schnell vergessen wird: Bayer 04 hat sich am Donnerstag (14.3.2024) in letzter Sekunde gegen Qarabag Agdam noch ins Viertelfinale der Europa League gerettet. Die Werkself setzte sich hauchzart mit 3:2 (0:0) durch und kann weiter auf einen Titel im internationalen Wettbewerb hoffen. Auch im Hinspiel hatte Bayer 0:2 hinten gelegen – und am Ende 2:2 gespielt.
Der eingewechselte Angreifer Patrik Schick erzielte am Donnerstagabend zwei Treffer in der Nachspielzeit und rettete sein Team damit vor der ersten Saisonniederlage.
„Ich bin sehr glücklich. Das ist kein Zufall, das ist diese Saison schon vier bis fünf Mal passiert. Wir haben einen unglaublichen Teamspirit“, sagte Schick.
Iglesias trifft das Tor nicht
Die Leverkusener begannen die Partie überaus dominant. Gleich in den ersten acht Minuten hatte Bayer-Angreifer Borja Iglesias sage und schreibe vier viel versprechende Abschlüsse, die aber jeweils die nötige Präzision vermissen ließen.
Anders als im Hinspiel, als es nach einem 0:2-Rückstand bereits um ein Haar die erste Saisonniederlage gab, verzichtete Trainer Alonso auf eine umfangreiche Personal-Rotation.
Das sollte sich zunächst auszahlen, weil die Werkself keinerlei Zeit benötigte, um ins Spiel zu finden. Allein: Die Genauigkeit im Abschluss ließ auch bei den übrigen Leverkusenern zu wünschen übrig. Piero Hincapie (9.) und Amine Adli (10.) scheiterten ebenfalls kurz nacheinander mit ihren Abschlussversuchen.
Hofmann muss verletzt das Feld verlassen
In der Folge kamen die Gäste aus Aserbaidschan besser ins Spiel und es entwickelte sich eine offenere Partie. Immer wieder versuchte die Mannschaft von Trainer Qurban Qurbanov mit Kontern zum Erfolg zu kommen.
Die Werkself hatte zusehends größere Probleme mit Qarabag und hatte ebenfalls einige heikle Situationen in der ersten Halbzeit zu überstehen. Zu allem Überfluss musste Offensivspieler Jonas Hofmann den Platz wegen muskulärer Probleme nach knapp einer halben Stunde verlassen.
Viele falsche Entscheidungen
Bayer 04 wirkte zudem fahrig, die Souveränität der vergangenen Wochen war verschwunden. Zu Beginn der zweiten Halbzeit versuchten die Rheinländer sofort wieder Druck aufzubauen und den Führungstreffer zu erzielen. Aber auch Exequiel Palacios‘ Schuss (48.) verfehlte knapp das Ziel.
Die Leverkusener schnürten Qarabag erneut ein, rannten immer wieder an. Aber Florian Wirtz und Co. trafen zu häufig die falschen Entscheidungen, um zum Torerfolg zu kommen.
Führung und Rote Karte
Und während es die Werkself weiterhin an Entschlossenheit vermissen ließen, schlug Qarabag eiskalt zu. Abdellah Zoubir (58.) vollendete einen präzisen vorgetragenen Konter per Kopfball zum 1:0 für das Team aus Aserbaidschan.
Qarabag schwächte sich fünf Minuten später alber selber, als Verteidiger Elvin Cəfərquliyev Jeremie Frimpong bei einem Leverkusener Konter zu Fall brachte. Schiedsrichter Anthony Taylor erkannte darin eine Notbremse und zeigte Rot (63.).
Doch davon ließ sich Qarabag keinesfalls negativ beeinflussen, im Gegenteil. Nur vier Minuten später erhöhte Juninho aus kurzer Distanz zum 2:0 (67.) für die Gäste.
Frimpong trifft zum Anschluss
Der Rückstand setzte dann aber wie so oft in dieser Saison nochmal Kräfte frei bei Bayer 04. Nach Flanke des eingewechselten Alejandro Grimaldo verwandelte Frimpong zum 1:2 (72.).
Es folgte ein Spiel auf ein Tor, die Werkself versuchte nochmal alles, um den Ausgleich zu erzielen – und Angreifer Patrik erzielte, wie bereits im Hinspiel, in letzter Minute das 2:2 (90. +3). Damit nicht genug: Schick traf nur vier Minuten später per Kopf zum 3:2 (90.+7) und versetzte das gesamte Stadion in Leverkusen in Ekstase.
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