
RB Leipzig ist trotz einer guten Leistung bei Real Madrid aus der Champions League ausgeschieden. Die Sachsen dürften vor allem auf Schiedsrichter Davide Massa wütend sein. Der Italiener traf beim 1:1 in Madrid einige aus Sachsensicht sehr diskutable Entscheidungen.
Real Madrid setzte das erste Ausrufezeichen, als Vini Jr. nach der Pause die Führung erzielte (65.), aber Willi Orban glich beinahe postwendend aus (69.). Das Remis genügte dank des 1:0-Hinspielerfolgs der Spanier für deren Einzug ins Viertelfinale. Aber RB Leipzig wird eine schlaflose Nacht vor sich haben, weil eine Reihe zweifelhafter Schiedsrichterentscheidungen das Spiel aus ihrer Sicht in die falsche Richtung laufen ließ.
Leipzig lässt beste Chancen aus
Bis auf einen halbgefährlichen Kopfball von Vinícius Junior ließ Leipzig in Spielabschnitt eins einerseits keine Torchancen der Gastgeber zu, erarbeitete sich andererseits gegen eher passiv und defensiv agierende Madrilenen eine überraschend große Anzahl an eigenen Möglichkeiten. Dabei scheiterte der von Beginn an spielende Lois Openda jeweils, weil er den Ball am Tor vorbeischoss (13., 16., 42.).
Der bald wieder für die deutsche Nationalmannschaft auflaufende Toni Kroos kontrollierte das Spiel der Heimmannschaft und hat die größte Anzahl an Ballaktionen auf dem Spielfeld, leitete aber kaum eine Offensivaktion von Real Madrid ein. Auch Jude Bellingham, in der spanischen Liga so heftig gefeierter Offensivmann, versank aufgrund der abwartenden Spielweise der Mannschaft von Carlo Ancelotti in der spielerischen Versenkung.
Rodrygo kommt nach der Pause rein
Die Spanier blieben angesichts ihres knappen 1:0-Siegs im Hinspiel cool. Ancelotti brachte Rodrygo, der zu Spielbeginn auf der Bank Platz nehmen musste. Aber: Am Spiel-Setup änderte sich nichts.
Dann änderte sich die Gangart in der Partie: Zuerst foulte Vini Jr. Willi Orban und schubste den Leipziger danach mit beiden Händen am Hals zu Boden. Leipzigs Trainer Marco Rose geriet ob der Gelben Karte, die der italienische Schiedsrichter Davide Massa, dem Brasilianer zeigte, in Rage. Die nichtgezeigte rote Karte sollte Folgen haben.
Auch Kroos verschärfte sein normalerweise zurückhaltendes Zweikampfverhalten und foulte Dani Olmo – auch hier wählte der Unparteiische das kleinere Strafmaß und zeigte keine Karte.
Erst trifft Vini Jr., dann Willi Orban
Real verschärfte in der Folge kurz das Tempo, Leipzig geriet unter Druck und verlor kurzzeitig Vini Jr. aus den Augen. Bellingham sah die Gasse, die sich in der Abwehr der Sachsen auftat und schickte dorthin Ball und Vini Jr. Der benötigte genau eine schnelle Ballberührung, um die „Königlichen“ in Front zu bringen. Ausgerechnet Vini Jr., der aus Sicht der Deutschen nicht mehr hätte in der Partie sein dürfen.
Doch Leipzigs Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Zuerst scheiterte Xavi mit einem Distanzschuss, den der deutsche Nationalspieler Antonio Rüdiger per Fußabwehr aus dem Eck kratzte. Doch als David Raum von links in den Strafraum flankte, drückte Orban den Ball aus halber Höhe mit dem Kopf über die Linie.
Sprechchöre für Toni Kroos
Als Kroos dann doch noch die verdiente gelbe Karte nach einem Fouls an Xavi Simons sah und kurze Zeit später das Spielfeld verließ, applaudierte das spanische Publikum voller Respekt und Zufriedenheit. In der Schlussphase ging RB-Coach Rose personell „all in“, Olmo hatte bei einem Heber in der Nachspielzeit noch die große Chance auf den Treffer, der die Verlängerung gebracht hätte. Aber Real rettete den Viertelfinaleinzug über die Zeit.
Quelle: jo
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